Beste Online-Casinos mit deutscher Lizenz 2026: Was die GGL-Whitelist wirklich zeigt
Acht Namen tauchen in jeder Liste zu „legalen Online-Casinos in Deutschland“ auf. Tatsächlich zugelassen sind davon nur sechs – und vier davon dürfen überhaupt nicht „Casino“ sagen. Der Markt ist enger, als die Werbung vermuten lässt, und die Mechanik, die ihn eng hält, steckt nicht im Marketing.

Aktualisiert am 23 September 2026 · Daten geprüft gegen die GGL-Whitelist und den Marktmonitor der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.
Inhaltsverzeichnis
- Rechtslage: Was eine deutsche Lizenz überhaupt bedeutet
- Funktionsweise der Whitelist: So prüft man einen Anbieter
- Spielerschutz: Was die Lizenz dem Spieler konkret bringt
- Ranking: Sechs lizenzierte Anbieter und zwei Offshore-Vergleiche
- Was die Bonusumsätze bei Offshore-Anbietern konkret bedeuten
- Was die GGL-Zahlen für den Gesamtmarkt bedeuten
- Häufige Fragen
Rechtslage: Was eine deutsche Lizenz überhaupt bedeutet
Eine deutsche Lizenz für Online-Glücksspiel ist keine einheitliche Erlaubnis. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, unterscheidet zwei Produktkategorien mit unterschiedlichen Erlaubniswegen. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle/Saale vergibt Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Sportwetten mit bundesweiter Geltung. Für Online-Casinospiele, also Tisch- und Live-Spiele, vergeben die Länder eigene Erlaubnisse nach § 9 Abs. 8 und § 6e Abs. 3 GlüStV 2021.
Die Konsequenz: Wer in Deutschland „Online-Casino“ sagt, meint üblicherweise Spielautomaten im Internet. Das Glücksspielgesetz nennt sie „virtuelles Automatenspiel gemäß §§ 4 bis 4d i.V.m. 22a GlüStV 2021“, die Betreiber vermarkten sie als „Online-Spielothek“ oder „Online-Spielbank“. Das Wort „Casino“ taucht im Fließtext lizenzierter Anbieter auffallend selten auf – eine staatliche Spielbank schreibt es trotzdem in den SEO-Titel ihrer Seite, und kein Lizenzinhaber darf Roulette oder Blackjack anbieten, wenn er nur die Automatenspiel-Erlaubnis hält.
Die GGL-Whitelist, Stand 07.09.2026, enthält 166 Einträge insgesamt. Darunter 34 unter „Virtuelle Automatenspiele“ (g-id 6), 5 unter „Online-Poker“ (g-id 7) und 27 unter „Sportwetten“ (g-id 5). Unter „Online-Casinospiele“ (g-id 3) sind es genau 5 Einträge – und alle fünf liegen nicht bei der GGL, sondern auf Landesebene: Merkur Bets Malta, NOVOLINE.DE GmbH, Skill On Net und Tipico Karlsruhe, alle mit Zuständigkeit Schleswig-Holstein, sowie die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung mit Zuständigkeit Bayern.
Funktionsweise der Whitelist: So prüft man einen Anbieter
Die GGL veröffentlicht eine Whitelist, keine schwarze Liste. Das hat eine praktische Konsequenz für jeden, der einen Anbieter prüfen will: Wer nicht in der Liste steht, ist nicht automatisch „illegal“ im juristischen Sinn, aber es fehlt der Beleg, dass er reguliert ist. Die GGL selbst schreibt dazu, dass der einzig belastbare Beleg für „nicht lizenziert“ die Formulierung „X ist nicht in der Whitelist der GGL geführt“ ist.

Eine echte Prüfung gegen die Whitelist läuft so: Domain in das Suchfeld auf glücksspiel-behoerde.de eingeben, Eintrag öffnen, drei Dinge kontrollieren – die Erlaubnisart (g-id 6 für Automatenspiele, g-id 3 für Casinospiele), den Erlaubnisinhaber (nicht den Vertriebspartner), und das Vertriebsgebiet („länderübergreifend“ für bundesweit, sonst das jeweilige Land). Wer dort nicht auftaucht, hat für Deutschland keine Erlaubnis – auch wenn die Seite eine Lizenznummer aus Malta oder Curaçao zeigt.
Neun Offshore-Marken, die in deutschen Vergleichsportalen häufig auftauchen – Rabona, N1 Casino, Slottica, Bizzo Casino, Ice Casino, Boomerang Bet, National Casino, Katsubet und Vulkan Vegas – kommen in der GGL-Whitelist kein einziges Mal vor. Keine von ihnen ist bei der GGL zugelassen.
Die zwei Erlaubnistypen und was sie konkret freischalten
Die bundesweite GGL-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele erlaubt das, was die meisten Spieler unter „Online-Casino-Slots“ verstehen: Walzenspiele, Book-of-Ra-Titel, Fruit-Slots. Sie erlaubt ausdrücklich keine Tischspiele, kein Live-Roulette, kein Live-Blackjack. Wer dort lizenziert ist, darf sein Produkt nach § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 auch nicht „Online-Casino“ nennen.
Die landesrechtliche Erlaubnis für Online-Casinospiele nach § 9 Abs. 8 GlüStV 2021 deckt das, was der Begriff verspricht: Roulette, Blackjack, Poker-Tische, Live-Dealer-Spiele. Diese Erlaubnis gilt im jeweiligen Land, nicht bundesweit. Schleswig-Holstein und Bayern sind die beiden Länder, in denen solche Erlaubnisse aktiv vergeben werden; Spieler mit Wohnsitz in anderen Ländern können dort legal mitspielen, weil das Glücksspielrecht am Sitz des Anbieters und am Wohnsitz des Spielers anknüpft.
OASIS und LUGAS: Was jedes lizenzierte Casino melden muss
Zwei technische Systeme verbinden alle lizenzierten Anbieter miteinander. OASIS ist die Spielersperrdatei – wer sich selbst sperrt, wird in allen lizenzierten Casinos gleichzeitig gesperrt. LUGAS besteht aus zwei Dateien: die Limitdatei setzt das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von monatlich 1.000 € durch, die Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spielen auf mehreren Plattformen. Vollständige KYC ist Pflicht vor dem ersten Einsatz.
Offshore-Anbieter sind an keines dieser Systeme angeschlossen. Das ist der handfeste Unterschied, der über Werbung hinausgeht: ein lizenzierter Anbieter kann einen Spieler, der sich selbst sperren lassen will, nicht ignorieren, und ein Spieler kann auf einer lizenzierten Seite nicht gleichzeitig auf einer anderen mitspielen.
Spielerschutz: Was die Lizenz dem Spieler konkret bringt
Wer in einem lizenzierten Online-Casino spielt, spielt unter Regeln, die das Glücksspielgesetz verbindlich vorschreibt. Diese Regeln greifen, bevor der erste Euro eingesetzt wird, und sie haben Folgen für jedes Spiel.

Das monatliche Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € über alle lizenzierten Anbieter hinweg. Es lässt sich gegen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erhöhen, standardmäßig aber nicht senken. Wer auf mehreren Plattformen einzahlt, stößt irgendwann an die Grenze, weil LUGAS die Summen zusammenführt. Das ist kein Bonuspunkt der Anbieter, sondern eine Auflage der Erlaubnis.
Die Spieleinsätze bestimmen, was passieren darf. Seit dem 1. Juli 2026 gilt ein gestaffelter Maximaleinsatz pro Spielrunde: 1 € pro Spin als Basis, 3 € für Spieler ab 21 Jahren, 5 € für Spieler ab 21 Jahren nach einer 90-tägigen Qualifikationsphase. Die Anbieter können die höheren Stufen anbieten, müssen aber nicht – und die Stufen 2 und 3 sind befristet bis zum 31. Dezember 2027. Zusätzlich gilt die 5-Sekunden-Pause zwischen Spielrunden, eine Regel aus dem GlüStV 2021, die nicht zur 2026-Änderung gehört.
Die Spielmechanik selbst ist reguliert. Progressive Jackpots sind verboten, weil ein Gewinn nach § 22a GlüStV 2021 ein festes Vielfaches des Einsatzes sein muss. Jedes Spiel braucht eine eigene Genehmigung der GGL, bevor es live geht. Die Steuer auf jeden Einsatz liegt bei 5,3 % (§ 38 RennwLottG), die an den Fiskus fließt, nicht an die Spieler.
Laut Marktmonitor der GGL lagen die Spieleinsätze bei virtuellen Automatenspielen im Q1 2026 bei 1.201 Mio. € und im Q2 2026 bei 1.214 Mio. €. Das ist die Grundlage, auf der die GGL ihre Aufsicht aufbaut – und auf der die Lizenzinhaber ihre Werbung finanzieren.
Zahlungen: Was lizenzierte Casinos annehmen
§ 6b Abs. 4 GlüStV 2021 schreibt vor, dass Ein- und Auszahlungen nur von einem Konto laufen dürfen, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem EU-regulierten Zahlungsdienstleister geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind damit ausgeschlossen. Kryptowährungen akzeptiert kein lizenzierter deutscher Anbieter, weil sich die Eigentumsverhältnisse auf einer Blockchain nicht in derselben Weise verifizieren lassen. Die direkte Konsequenz: wer mit Bitcoin oder Ether einzahlen will, landet bei einem Offshore-Anbieter.
Strafrechtlicher Rahmen: was passiert, wenn man trotzdem spielt
Unbefugtes Online-Glücksspiel in Deutschland ist eine Straftat. Das Veranstalten steht unter § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, das Mitspielen unter § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. In der Praxis verfolgt die GGL die Anbieter, nicht die Spieler – aber das ist kein Freibrief. Wer auf einem Offshore-Casino spielt, hat im Streitfall weder die OASIS-Sperre noch das LUGAS-Limit noch die GGL-Beschwerdestelle auf seiner Seite.
Ranking: Sechs lizenzierte Anbieter und zwei Offshore-Vergleiche
Die folgende Übersicht zeigt die zugelassenen Marken nebeneinander – Lizenzstatus, Erlaubnistyp und das, was die Anbieter öffentlich kommunizieren. Vier der acht Marken tragen eine GGL-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, eine hat eine Land-Erlaubnis für Online-Casinospiele, eine ebenfalls. Zwei sind Offshore-Anbieter, die in Deutschland keine Erlaubnis haben, deren Namen in Vergleichsportalen aber ständig auftauchen.
| Marke | Lizenzstatus | Erlaubnistyp | Beworbene Konditionen |
|---|---|---|---|
| JackpotPiraten | GGL-Whitelist | Virtuelle Automatenspiele (g-id 6), bundesweit | Freispiele-Aktionen; keine festen Einzahlungsbonus-Prozente öffentlich |
| BingBong | GGL-Whitelist | Virtuelle Automatenspiele (g-id 6), bundesweit | Freispiele-Aktionen; Freispiele ohne Einzahlung |
| DIE SPIELBANK | Whitelist | Virtuelle Automatenspiele über Land (Sachsen) | Freispiele und Online-Spielbank-Vermarktung |
| Merkur (Merkur-spiel.de) | Whitelist | Online-Casinospiele über Land (Schleswig-Holstein) | Tisch- und Live-Spiele |
| Tipico Games | GGL-Whitelist | Virtuelle Automatenspiele (g-id 6), bundesweit | Teil der Tipico-Gruppe; Sportwetten + Slots kombiniert |
| Wunderino | GGL-Whitelist | Virtuelle Automatenspiele (g-id 6), bundesweit | Slots-Fokus; keine Live-Casino-Erlaubnis |
| Ice Casino | Nicht auf GGL-Whitelist | Offshore (Curaçao, WhiteBox B.V.) | Einzahlungsbonus mit 40× Rollover |
| Slottica | Nicht auf GGL-Whitelist | Offshore (Curaçao, Atlantic Management B.V.) | Lizenz OGL/2024/1060/0472 |
JackpotPiraten – die erste Online-Spielothek mit GGL-Erlaubnis
JackpotPiraten.de wirbt mit „Die erste Online Spielothek mit GGL Lizenz“ und „Beste legale Online Spielothek in Deutschland“. Beide Slogans kommen ohne das Wort „Casino“ aus, was § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 entspricht. Betreiber ist die DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH, eingetragen im Handelsregister Amtsgericht Berlin Charlottenburg HRB 244176 B, Sitz Moritzstraße 23, 13597 Berlin, Geschäftsführer Florian Werner. Die Erlaubnis wurde am 27.04.2022 erteilt, das Enddatum veröffentlicht die GGL nicht.
Die Plattform führt rund 1.300 Spiele von mehr als 16 Herstellern, dokumentiert in einer eigenen Auszahlungsquoten-Übersicht. Im September 2026 bewarb JackpotPiraten bis zu 310 Freispiele für Novoline-Slots im „Cpt Jacks Deal des Monats“ und bis zu 225 Freispiele bereits ab einem Einsatz von 1 € unter „Thank Slot it’s Friday“. Im „Donnerstags-Jackpot“ wurden 5.000 Freispiele ohne Einzahlung für den Slot Hot Chance vergeben, mit Gewinnen, die lediglich einmal umgesetzt werden mussten – eine für deutsche Lizenzinhaber ungewöhnlich niedrige Bedingung.
Die Geschäftstätigkeit ist nach den §§ 4 bis 4d i.V.m. 22a GlüStV 2021 definiert, virtuelles Automatenspiel. Tischspiele sind ausdrücklich nicht Teil der Erlaubnis. Öffentlich genannte Gewinngrenzen gibt es nur für Freispiele: 200 € für einzahlungsaktivierte Freispiele, 75 € für Freispiele ohne Einzahlung. Feste Prozentsätze oder Umsatzbedingungen für Einzahlungsboni nennt die Aktionsseite nicht; genauere Konditionen liegen laut Betreiber im Aktions-Newsletter, im News-Bereich und unter dem Menüpunkt „Mein Bonus“.
Die Plattform ist die eine Hälfte des einzigen Mehrmarken-Konzerns in der Whitelist – DGGS mbH betreibt daneben noch BingBong.de.
BingBong – das Schwesterprodukt unter demselben Dach
BingBong.de gehört ebenfalls DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH und teilt mit JackpotPiraten die GGL-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. Beide Plattformen sind in der Whitelist unter g-id 6 mit bundesweitem Vertriebsgebiet „länderübergreifend“ gelistet. DGGS ist nach den verfügbaren Daten das einzige Unternehmen in Deutschland, das zwei lizenzierte Plattformen parallel betreibt.
Trotz identischem Betreiber ist der Spielebestand ein anderer. BingBong führt rund 1.200 Spiele von mehr als 15 Herstellern, darunter über 600 Spiele von Novomatic und rund 30 Slots von Indigo Magic. Im September 2026 bewarb die Plattform 295 Freispiele für Novoline-Slots im „September-Spaß mit neuem Crazy Deal“ und 10 Freispiele ohne Einzahlung zum Monatswechsel unter „Bye Bye August“.
Die RTP-Übersicht beider Plattformen ist öffentlich, was bei lizenzierten deutschen Anbietern Standard ist – ein Detail, das bei Offshore-Casinos selten zu finden ist. Wer den Auszahlungsquoten-Vergleich schätzt, kann auf beiden Seiten prüfen, bevor er spielt.
DIE SPIELBANK – das staatliche Angebot aus Sachsen
DIE SPIELBANK ist die Plattform der Sächsische Spielbanken-GmbH & Co. KG, die ihre Erlaubnis nach eigener Angabe seit dem 03.11.2022 über das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt führt. Die Erlaubnis deckt virtuelle Automatenspiele, der Anbieter ist einer der fünf Einträge unter „Online-Casinospiele“ in der GGL-Whitelist – was die Sortierung betrifft, liegt die Plattform in derselben Kategorie wie Merkur Bets Malta und die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung Bayern.
Im sichtbaren Fließtext verwendet DIE SPIELBANK die Begriffe „Online-Spielbank“ und „Online Spielothek“, nicht aber „Casino“. Sie bezeichnet sich selbst als „der erste staatliche Anbieter für virtuelles Automatenspiel in Deutschland“. Im HTML-Titel der Seite taucht „Legales Online Casino mit 900+ Online Slots“ auf – ein SEO-Kompromiss, der mit der eigenen Sprachregel bricht. Wer auf die Wortwahl achtet, sieht hier die Spannung zwischen dem, was das Gesetz erlaubt, und dem, wonach Spieler suchen.
Merkur (Merkur Spiel) – Tischspiele unter schleswig-holsteinischer Erlaubnis
Merkur Spiel gehört zur Merkur Bets Malta Limited und fällt unter die schleswig-holsteinische Land-Erlaubnis für Online-Casinospiele. Das unterscheidet die Plattform strukturell von JackpotPiraten und BingBong: hier geht es um Roulette und Blackjack, nicht um Walzenspiele. Für Spieler, die ein klassisches Casino-Erlebnis suchen, ist Merkur einer der wenigen lizenzierten Wege in Deutschland – Schleswig-Holstein ist eines von zwei Ländern, in denen solche Erlaubnisse aktiv vergeben werden.
Die Plattform trägt das Merkur-Branding, das aus dem stationären Automatenspiel bekannt ist, und verbindet es mit dem Online-Vertrieb. Über die genauen Spielebestände und Auszahlungsquoten informiert die Plattform weniger öffentlich als die DGGS-Marken – ein Aspekt, der für RTP-Vergleiche relevant ist.
Tipico Games – Slots im Verbund mit Sportwetten
Games.tipico gehört zur Tipico Games Limited und führt eine GGL-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, ist also im Kern ein Slots-Angebot. Die Verbindung zum Sportwetten-Anbieter Tipico macht die Plattform für Spieler interessant, die beides auf einem Konto wollen, weil LUGAS das anbieterübergreifende Einzahlungslimit zusammenführt – wer sowohl Slots als auch Sportwetten spielt, teilt sich das Monatslimit von 1.000 €.
Die Plattform gehört zu den 34 Einträgen unter g-id 6 in der GGL-Whitelist. Über die Spielauswahl und konkrete Konditionen veröffentlicht Tipico Games weniger Details als die DGGS-Plattformen.
Wunderino – fokussiert auf Slots
Wunderino Spielothek gehört zur Megapixel Entertainment Limited und führt ebenfalls eine GGL-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. Die Plattform konzentriert sich auf Walzenspiele; Live-Casino ist nicht Teil der Erlaubnis. Wer hier spielt, spielt ausschließlich Slots unter den bundesweit geltenden Regeln des GlüStV 2021.
Ice Casino – Offshore ohne deutsche Erlaubnis
Ice Casino wird laut Angabe von WhiteBox B.V. mit Sitz in Curaçao betrieben, Company Number 155412. Die Plattform ist nicht auf der GGL-Whitelist, ist nicht an OASIS oder LUGAS angeschlossen, und der Anbieter hat für Deutschland keine Erlaubnis. Der angegebene Einzahlungsbonus trägt ein Rollover von 40×, Gewinne aus Freispielen unterliegen 35× – Werte, die bei deutschen Lizenzinhabern selten öffentlich kommuniziert werden, weil dort die Bonusstruktur stärker reglementiert ist.
Für Spieler in Deutschland ist das Angebot ein nicht reguliertes Glücksspielangebot. Eine Selbstsperre über OASIS greift hier nicht, das anbieterübergreifende Einzahlungslimit gilt nicht, und im Konfliktfall gibt es keine deutsche Beschwerdestelle.
Slottica – Offshore unter Curaçao-Lizenz
Slottica wird laut Angabe von Atlantic Management B.V. mit Sitz in Curaçao unter der Lizenz OGL/2024/1060/0472 betrieben. Die Plattform ist nicht auf der GGL-Whitelist, hat keine deutsche Erlaubnis und ist ebenfalls nicht an OASIS oder LUGAS angeschlossen. Spieler in Deutschland treffen Slottica in internationalen Vergleichsportalen – die Marke gehört zu den Namen, die immer wieder in Listen auftauchen, ohne in der deutschen Whitelist zu erscheinen.
Was die Bonusumsätze bei Offshore-Anbietern konkret bedeuten
Lizenzierte deutsche Anbieter kommunizieren Einzahlungsboni kaum öffentlich, weil das Angebot stark reglementiert ist – die meisten Promotionen laufen als Freispiele mit Gewinngrenzen, nicht als prozentuale Einzahlungsboni mit Umsatzfaktor. Offshore-Anbieter arbeiten mit klassischen Einzahlungsboni und multiplen Umsatzbedingungen. Der Unterschied lässt sich in konkreten Zahlen greifen, und genau da liegt das Problem für Spieler, die zwischen beiden Welten wechseln.
Wer einen Bonus von 100 € auf einer Plattform mit 40× Rollover annimmt, muss 4.000 € Umsatz erzeugen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einem durchschnittlichen Einsatz von 1 € pro Spin – der Basisstufe nach der seit 1. Juli 2026 geltenden Regelung – sind das 4.000 Spielrunden. Mit der vorgeschriebenen 5-Sekunden-Pause zwischen den Runden landet man bei etwa 5,6 Stunden reiner Spielzeit, in der das Guthaben statistisch um den Hausvorteil schrumpft. Bei einem angenommenen RTP von 96 % beträgt der erwartete Verlust aus diesen 4.000 € Umsatz 160 € – mehr als der Bonus selbst.
Die Bandbreite der Anforderungen liegt in der Praxis zwischen 30× und 50× Rollover bei Offshore-Anbietern, mit Ausreißern nach oben für einzelne Promotionen. Bei einem 35× Rollover auf einen 200 € Bonus sind es 7.000 € Umsatz, etwa 9,7 Stunden Spielzeit und bei 96 % RTP ein erwarteter Verlust von 280 €. Das ist die Größenordnung, in der sich ein „Bonus“ bei einem Offshore-Anbieter rechnet, bevor er ausgezahlt werden kann.
Bei deutschen Lizenzinhabern gibt es diese Form der Einzahlungsboni kaum. Wer dort spielt, sieht in der Regel Freispiele-Aktionen mit Gewinncaps – 200 € bei einzahlungsaktivierten Freispielen auf JackpotPiraten, 75 € bei Freispielen ohne Einzahlung. Das ist regulatorisch gewollt: der GlüStV 2021 begrenzt die Anreize, die ein Anbieter setzen darf, um Spielsucht nicht zu fördern.
Was die GGL-Zahlen für den Gesamtmarkt bedeuten
Die GGL beziffert den nicht regulierten Anteil am Online-Glücksspielvolumen für 2024 mit 23 %, was einer Kanalisierungsquote von 77 % entspricht. Der Tätigkeitsbericht 2025, veröffentlicht am 03.07.2026, stellt ausdrücklich klar, dass für 2025 selbst keine eigenständigen Kennzahlen zur Größe des illegalen Marktes ausgewiesen werden – wer also nach „aktuellen“ Zahlen für 2025 sucht, findet bei der GGL keine.
Das Volumen, das in den regulierten Kanal fließt, ist beachtlich: 1.201 Mio. € Einsatz im Q1 2026, 1.214 Mio. € im Q2 2026 bei virtuellen Automatenspielen. Bei einer durchschnittlichen Auszahlungsquote von rund 96 % und einer 5,3 %-Steuer auf jeden Einsatz bleibt eine Marge, die sich ausrechnen lässt: der Anteil, der nicht an die Spieler zurückgeht und nicht als Steuer abfließt, ist der Bruttogewinn der Anbieter. Diese Zahl steht nicht direkt in den GGL-Berichten, ergibt sich aber aus der Logik der Zahlen.
77 % Kanalisierung klingt nach Erfolg – ist aber im Umkehrschluss auch eine Aussage darüber, dass jeder vierte Euro, der in Deutschland online verspielt wird, an nicht regulierte Anbieter geht. Die Whitelist ist kurz, die Werbung der Offshore-Marken ist lang, und Spieler mit Wohnsitz in Deutschland können beide Seiten erreichen.
Häufige Fragen
Welche Online-Casinos besitzen tatsächlich eine deutsche Lizenz?
In der GGL-Whitelist vom 07.09.2026 stehen 34 Inhaber einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele und 5 Inhaber einer Land-Erlaubnis für Online-Casinospiele. Slots mit bundesweiter Geltung bieten unter anderem JackpotPiraten, BingBong, Tipico Games und Wunderino, Tisch- und Live-Spiele Merkur-spiel.de und DIE SPIELBANK. Eine Marke ohne Listeneintrag hat in Deutschland keine Erlaubnis.
Warum listet die GGL-Whitelist unter Online-Casinospiele nur 5 Einträge?
Weil § 9 Abs. 8 und § 6e Abs. 3 GlüStV 2021 Online-Casinospiele den Ländern zuordnen. Die GGL vergibt diese Erlaubnis nicht selbst; sie überwacht nur die Anbieter mit bundesweiter GGL-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. In Schleswig-Holstein und Bayern werden aktuell solche Land-Erlaubnisse vergeben, was die niedrige Gesamtzahl erklärt.
Wer erteilt die Erlaubnis für Online-Casinospiele, wenn nicht die GGL selbst?
Die zuständigen Landesbehörden, in der Regel die Glücksspielaufsicht des jeweiligen Bundeslandes. Für schleswig-holsteinische Erlaubnisse ist das dortige Innenministerium zuständig, für die sächsische Erlaubnis von DIE SPIELBANK das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt. Die GGL führt die Einträge in der Whitelist, ohne selbst Erlaubnisgeber zu sein.
Ist ein Online-Casino ohne deutsche Lizenz automatisch illegal?
Die GGL veröffentlicht eine Whitelist, keine schwarze Liste. Wer dort nicht steht, hat keinen Beleg für eine deutsche Erlaubnis – das ist nicht identisch mit einer Aussage „illegal“. Strafrechtlich bleibt das Veranstalten nach § 284 StGB und das Mitspielen nach § 285 StGB aber eine Straftat, unabhängig davon, was die Whitelist sagt.
Betreibt ein einziges Unternehmen mehrere lizenzierte Plattformen gleichzeitig?
Ja – DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH ist das einzige Unternehmen in der deutschen Whitelist, das zwei Plattformen parallel betreibt: JackpotPiraten und BingBong. Beide führen dieselbe GGL-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, haben aber unterschiedliche Spielebestände und unterschiedliche Aktionskataloge.
Wie erkenne ich, ob ein Anbieter wirklich auf der GGL-Whitelist steht?
Die Domain auf glücksspiel-behoerde.de in das Whitelist-Suchfeld eingeben, den Eintrag öffnen und Erlaubnisart (g-id 6 oder g-id 3), Erlaubnisinhaber und Vertriebsgebiet prüfen. Fehlt der Eintrag ganz, gibt es keine deutsche Erlaubnis – auch wenn die Seite eine Lizenznummer aus Malta oder Curaçao zeigt.
Erstellt vom Redaktionsteam „Neue Casinos Portal”.
